Bei 23 Grad und unter blauem Himmel fanden am Wochenende zum zweiten Mal die Beach Polo World Masters am Warnemünder Strand statt. Kaum im hohen Norden der Republik angekommen, ging es sogleich zum Check-in im grandiosen Grand Hotel Heiligendamm [wir erinnern uns an das medienwirksame G8-Gipfeltreffen in Heiligendamm im Jahre 2007].

Das Luxushotel liegt direkt an der pittoresken Küste von Mecklenburg-Vorpommern und bietet seinen hochkarätigen Gästen sechs weiße, klassizistische Villen sowie das älteste Seeheilbad Deutschlands. Gespielt wurde im 30 Kilometer entfernten Warnemünde – vor einer malerischen Kulisse. Ein Leuchtturm wies den Weg zum hellen Strand und damit direkt zum Polo-Turnier. Während sechs Mannschaften mit ihren kraftvollen Pferden im feinen Sand um den blauen Ball kämpften, ruhten am Horizont prächtige Segel- und Kreuzfahrtschiffe. Der Reitsport zieht den Betrachter sofort in den Bann. Polo gilt als ältester Mannschaftssport der Welt. Kaum eine andere Sportart ist derart elegant, smart und präzise.
Ich möchte mehr über Polo erfahren und so treffe ich nach dem Spiel den eloquenten Schweizer Polospieler Emanuel Grauwiler (Handicap 0), der spontan zum Interview und Shooting einwilligte.


Emanuel, w
ie bist Du zum Polosport gekommen und seit wann spielst Du?

Über Bekannte der Familie bin ich ca. 2002, am Anfang meines Studiums, zum Polosport gekommen. Da ich damals noch viel Zeit hatte, konnte ich von Beginn an voll loslegen.


Was fasziniert Dich an der Sportart? Wie erklärst Du einem Polo-Neuling, was das Besondere am Sport ist?

Dieser Sport verbindet Kraft und Dynamik, was in einer beeindruckenden Eleganz resultiert. Wenn die vier Spieler gut auf einander abgestimmt sind, dann macht das Zusammenspiel unheimlich viel Spass. Zusammengefasst könnte man sagen: „Polo is faster than Ice Hockey, rougher than Rugby and sexier than Golf“.


Bist Du professioneller Spieler oder übst Du parallel einen „normalen“ Job aus? Wenn ja, welchen?

Polo betreibe ich nur als Hobby. Wesentlich mehr Zeit verbringe ich in meinem Job im Investment Banking.


Besitzt Du Dein eigenes Polo-Pony?

Ja, vier. Die Mindestanzahl, um richtig spielen zu können, sind zwei Ponies, die in den vier Spielabschnitten, den so genannten Chukkers, abwechslungsweise eingesetzt werden. Diese Vorgabe dient der Schonung der Tiere. Bei vier Ponies wird während eines Spiels jedes nur einmal eingesetzt, was natürlich besser ist.


Wer ist Dein Vorbild im Polo?

Lord Louis Mountbatten, der unter dem Pseudonym „Marco“ das Buch „An Introduction to Polo“ geschrieben hat, welches er später seinem Grossneffen Prinz Charles widmete. „An Introduction to Polo“ ist eines der besten Bücher über diesen faszinierenden Sport überhaupt.


Welche Sportarten interessieren Dich neben Polo noch?

Segeln, vorzugsweise auf dem Mittelmeer. Die Balearen kenne ich mittlerweile in- und auswendig. Insbesondere Formentera ist ein kleines Paradies auf Erden.


Du reist viel und hast Deinen eigenen Stil. Welche persönlichen Tipps hast Du für meine Leser? Lieblings-

  • Restaurants: Das Razzia in Zürich, das Sketch in London und ein kleiner, einfacher Grotto im Tessin, den ich aber nicht verrate.
  • Bars: Die Ceresio 7 Rooftop Bar in Mailand, die Le Lion Bar in Hamburg und die Bar des Restaurants Kronenhalle in Zürich.
  • Hotels: Das Hotel du Cap-Eden-Roc in Antibes an der Côte d’Azur sowie das Severin’s Resort & Spa auf Sylt.
  • Stadt: Hamburg
  • Stilheld: Jeder sollte seinen eigenen Stil finden und entwickeln – bei einigen klappt das dann sogar auch.
  • Anzug-Brand: Hackett London
  • Taschen-Brand: S.T. Dupont
  • Schuh-Brand: Crockett & Jones aus England sowie Tod’s aus Italien
  • Uhren-Brand: Rolex
  • Grooming-Produkt: Das Parfum “Erolfa” von Creed, fast noch ein Geheimtipp.
  • Auto-Brand: Jaguar XK 150 OTS aus den 1960er-Jahren.

 

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