Made-to-measure, übersetzt Maßkonfektion, beschreibt den perfekt sitzenden Anzug, der nicht von der Stange kommt, sondern individuell auf seinen Träger abgestimmt wird. Oft wird Made-to-measure mit Bespoke verwechselt. Aber was ist der Unterschied?

Einfach ausgedrückt, bei Bespoke verzichtet der Schneider gänzlich auf vorgefertigte Anzug-Muster und näht stattdessen anhand der Körpermaße ein neues, unübertragbares Einzelstück. Ein Made-to-measure-Anzug wird dagegen aus bereits bestehenden Vorlagen geschnitten. Der Kunde bestimmt dann den Stoff, das Innenfutter, die Knöpfe, das Revers und die Taschen. Der Schneider nimmt Maß und schneidert den Anzug auf unsere Bedürfnisse und Vorlieben zu. An Made-to-measure-Anzügen wird der perfekte Sitz mit Hilfe von Nadeln abgesteckt und alle Werte für die spätere Fertigung notiert.

Dein erster Made-to-measure-Anzug sollte einer sein, den du für den Rest deines Lebens tragen möchtest. Halte es klassisch und zeitlos. Es gibt mittlerweile zahlreiche Online-Shops, die ihre Made-to-measure-Dienste anbieten. Aber nichts geht über einen persönlichen Besuch, denn am Ende kommt es auf die Details an. Der Tailor meines Vertrauens ist seit Jahren das britische Menswear Label Hackett. In den Räumlichkeiten am Odeonsplatz 1 in München habe ich mich kürzlich wieder beraten lassen. Dort nimmt der Storeleiter von Zeit zu Zeit sogar selber Maß.

Beratung mit dem Store Manager Sebastian Flick, der später meine Maße nimmt und mich bei der Gestaltung meines Anzugs berät.

Nachdem alle Stoffe ausgesucht sind, geht es um die Wahl der richtigen Anzugform.

Die grauen Anzugformen dienen lediglich als Vorlage und stehen nicht zum Verkauf. Sebastian legt mir gleich ein Grundmodell an, das sogenannte Master Garment.

Nun werden die Maße bestimmt. Während ich auf dem Podest stehe, entdecke ich eine Vielzahl von Smokings und würde diese am liebsten mitnehmen. Die nächste Red-Carpet-Veranstaltung lässt sicher nicht lange auf sich warten.

Der Anzug wird aufwendig von Hand gefertigt und steht nach wenigen Wochen zum Anprobieren bereit. Etwaige Änderungswünsche können noch mal vorgenommen werden. Alles soll schließlich perfekt sitzen.

Ich habe mir einen Dreiteiler ausgesucht – bestehend aus Sakko, Weste und Hose. Dazu kombiniere ich ein weißes Hemd, ein rotbraunes Einstecktuch, eine gleichfarbige Krawatte mit Gänsemotiv, braune Oxford-Schuhe, Leder-Handschuhe und einen Schirm (alles von Hackett) sowie eine roségoldfarbene Automatikuhr von Roger Dubuis.

Im Vergleich zu Bespoke ist die Anfertigung eines Made-to-measure-Anzugs weniger preis- und zeitintensiv. Der Preis für einen Made-to-measure-Anzug von Hackett startet bei 2.000 Euro, abhängig von der Stoffwahl, inklusive aller Anpassungsmöglichkeiten. Die voraussichtliche Lieferzeit beträgt sechs bis acht Wochen.

Fotos | David Güntsch


Eine Produktvorstellung in Zusammenarbeit mit Hackett

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