Die Geschichte der Uhr
© Breguet

Die Geschichte der Uhr

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Die Geschichte der Uhr beginnt vor rund 4000 Jahren im alten Ägypten und Mesopotamien mit den ersten Sonnenuhren und später Wasseruhren, die unabhängig von der Sonne die Zeit messen konnten.

Mit der Erfindung der Räderuhr um 1300 wurde ein neues Zeitalter eingeläutet. Die mechanisch funktionierende Uhr mit ihrem typischen Uhrwerk aus ineinandergreifenden Rädern ebnete den Weg für Standuhren, Wanduhren, Tischuhren, Taschenuhren sowie Armbanduhren. Räderuhren wurden anfangs in Kirchen, Klöstern und Rathäusern als öffentliche Uhren betrieben.

Astronomische Räderuhren zeigen neben der Uhrzeit auch astronomische Sachverhalte wie die Mondphase und die Stellung der Sonne im Tierkreis an.

Die Entwicklung von Taschenuhren wurde möglich, nachdem im frühen 15. Jahrhundert der Federantrieb erfunden wurde. Ab dem beginnenden 19. Jahrhundert startete die industrielle Produktion von Taschenuhren und wurde schließlich zum Massenprodukt. Mit der Gründung der Firma Audemars, Piguet & Cie 1881 begannen die noch jungen Uhrmacher Jules Louis Audemars und Edward Auguste Piguet ihre Erfolgsgeschichte mit der Herstellung von komplizierten Taschenuhren. Acht Jahre später wurden beide mit einer Medaille auf der Weltausstellung in Paris für ihre Taschenuhr ‚Grande Complication‘ ausgezeichnet.

1812 stellte der Schweizer Uhrmacher Abraham-Louis Breguet, Erfinder der Breguet Taschenuhr 1188, auf Wunsch der Königin von Neapel Caroline Bonaparte Murat, die erste bekannte Armbanduhr her. Bei der Uhr handelte es sich um eine flache, längliche Repetieruhr mit Thermometer an einem Armband aus mit Goldfäden verflochtenem Haar. Die Armbanduhr brauchte jedoch ihre Zeit, um sich in der Gesellschaft zu etablieren. Männer zogen zu dieser Zeit immer noch das Tragen von Taschenuhren vor. Erst 1904 entwarf Louis Cartier die berühmte Cartier Santos, die erste bekannte Armbanduhr für Männer. Der brasilianische Flugpionier Alberto Santos Dumont, ein Freund des Pariser Uhrmachers, benötigte eine Uhr, bei der er während des Flugs die Hände frei für die Flugsteuerung hat. Damit war gleichzeitig der erste Zeitmesser der beliebten Uhrenkategorie Fliegeruhren geboren.

Als der britische Erfinder und Uhrmacher John Harwood 1922 die Automatikuhr baute und Rolex 1926 mit der legendären Oyster die erste wasserdichte Armbanduhr auf den Markt brachte, war der Siegeszug der Armbanduhr nicht mehr aufzuhalten. Die ersten Automatikuhren, die in Deutschland hergestellt wurden, sind am Anfang der 1950er Jahre datiert und wurden von Marken wie Junghans angefertigt. Zwischenzeitlich ebbte die Nachfrage nach Automatikuhren etwas ab, als die Quarzuhr das Licht der Welt erblickte. Die automatischen Modelle konnten sich später aber wieder positionieren. Seitdem haben sie sich kontinuierlich weiterentwickelt. In der Zeit sind Luxusobjekte entstanden, die sich heute großer Nachfrage erfreuen.

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